Das ist der Leitspruch unserer Schule. Dass die Kinder die Natur, die sie umgibt, auch kennen, ist uns seit jeher ein großes Anliegen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass im Zuge unseres Status als Biosphärenschule, die Agrar-Ingenieurin Uta Zahn den Weg in unsere Schule gefunden hat. Als ausgewiesene Expertin für Wildkräuter, zeigte sie den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen, welche essbaren Wildkräuter direkt auf unserem Schulgelände wachsen. Und natürlich sollten und durften diese Kräuter nicht nur angeschaut, sondern direkt probiert werden. Zuvor mussten diese aber gesammelt werden. Dabei stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass man Brennnesseln auch ohne Handschuhe pflücken kann, wenn man sie zuvor „streichelt“ und so die schmerzhaften Brennhaare „unschädlich“ macht. Nachdem alle Kräuter in Teamarbeit schön kleingeschnitten waren, wurden sie als eine Zutat von vielen zu einem Smoothie verarbeitet, der dann von den Kindern probiert wurde. Nachdem die Kräuter nun mit allen Sinnen erforscht wurden, steht die Erstellung eines Pflanzensteckbriefs als nächste Aufgabe an. Alle notwendigen Informationen wurden heute gleich mit den Kräutern und dem durch Uta Zahn vermittelten Hintergrundwissen fast automatisch gesammelt. Der Spruch „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ wurde an diesem besonderen Schultag voll erfüllt. Denn zu wissen, was und wie ich die Natur nutzen kann, um mich zu ernähren, noch dazu kostenlos und in Bio-Qualität, ist sicherlich Wissen, dass weit über den Unterrichtskontext Anwendung finden kann.
Die Einschulungskinder hatten deutlich aufgeregt in den ersten Reihen Platz genommen und fieberten der Einschulungsveranstaltung entgegen. Die Veranstaltung begann musikalisch mit dem auf dem Bechstein-Klavier vorgetragenen Lied „Children“, das durch Mattias, einen Schüler des Freien Joachimsthaler Gymnasiums, virtuos vorgetragen wurde. Im Anschluss zeigten die Kinder der Klasse 2a, was sie in einem Jahr schon alles an unserer Schule gelernt haben. Unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Frau Goschin hatten sie eigens für die Einschulungsveranstaltung ein kleines, unterhaltsames Programm einstudiert. Bevor die neuen Schüler in die Schulgemeinschaft aufgenommen werden konnten, mussten sie noch belegen, dass sie nun wirklich in die Schule gehören. Als Beweis mussten sie auf der Bühne eine Schulmappe mit den richtigen Dingen bestücken. Da dies zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt wurde, konnte nun auch die Einschulung durchgeführt werden. Dafür kamen die neuen Klassenlehrer und die Bezugshortner auf die Bühne und nahmen hier ihre neuen Schützlinge gruppenweise in Empfang. Bevor die Kinder ihren neuen Klassenraum gemeinsam mit ihren Klassenlehrern erkunden konnten, wurde es noch einmal mit einem Klavierstück besinnlich. Während die Kinder ihre erste, kleine Schulstunde absolvierten, holten die Eltern die beeindruckenden Zuckertüten, die sie ihren Kindern am Klassenraum überreichten.
Auf dem Schulhof konnten dann noch individuelle Fotos mit den nun ausgegebenen Zuckertüten gemacht werden. Dann verabschiedete sich der neue Jahrgang in die privaten Feiern.
Georg-Büchner Schule wird erste Biosphärenschule im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Es brauchte nicht viel Überzeugungskraft, um die neue Leiterin des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin, Frau Dr. Susanne Winter und die Bereichsleiterin der Naturwacht Betina Post, von der Idee zu überzeugen, dass wir die erste Biosphärenschule im Einzugsgebiet werden.
Und auch der Träger reagierte sofort mit großer Offenheit. Schließlich zeigt sowohl die Stadt als auch das Amt Joachimsthal immer wieder, dass ihnen Umweltthemen ein Herzensanliegen sind. Es war also schnell klar, dass wir alle ein Ziel verfolgen:
Wir wollen Kindern die Natur und ihre Umwelt als ein schützenswertes Gut nahe bringen. Künftig soll dies durch eine bessere Vernetzung, durch den Austausch mit anderen Biosphärenschulen, durch gemeinsame Aktionen und Projekte und durch Fortbildungen der Lehrkräfte noch intensiver geschehen. Erste Ideen sind gesammelt, erste Wege der Umsetzung wurden und werden abgesteckt. Alle Akteure sind voller Tatendrang und freudiger Erwartung, zu welchen Zielen uns der gemeinsame Weg führen wird.
Denn wie formulierte es schon Marie von Ebner-Eschenbach:











