Georg-Büchner-Schule
Verlässliche Halbtagsgrundschule

Biografie Georg Büchners

1813

Am 17. Oktober genau dem Tag, an dem sich die Völkerschlacht bei Leipzig zu ungunsten Napoleons entschied und die feudalen Monarchien Europas das politische Heft wieder in die Hand bekamen, wurde im kleinen Städtchen Goddelau (bei Darmstadt) einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller geboren: Karl Georg Büchner. Erstes Kind des Arztes Ernst Karl Büchner (1786-1861) und seiner Ehefrau Caroline Louise Büchner (1791-1858). Drei Jahre später zieht die Familie wegen einer Versetzung des Vaters nach Darmstadt um.

1822

Nach einem längeren Unterricht bei seiner Mutter geht Büchner in eine Privatschule.

1825

Im Frühjahr wechselt Büchner auf ein Gymnasium in Darmstadt. Während der gesamten Schulzeit hält er immer wieder Reden in lateinischer Sprache.

1831

Nach Vorbereitungen im Labor des Vaters schreibt sich Büchner als Medizinstudent an der Straßburger Universität ein. Er wohnt bei dem protestantischen Pfarrer Jaeglé.

1832

Heimliche Verlobung mit der Pfarrerstochter Louise Wilhelmine Jaglé.

1833

Neben seinem Studium beschäftigt sich Büchner in Vorträgen mit den politischen Verhältnissen in Deutschland. An seine Eltern schreibt er zwar, dass er sich nicht selbst in „revolutionäre Kinderstreiche“ einlassen werde, er aber dennoch eine gewaltsame Auseinandersetzung in Deutschland für nötig halte, um die sozialen und politischen Probleme zu lösen. Büchner kehrt nach Deutschland an die Universität in Gießen zurück, wo er nach Landesgesetzen sein Studium abschließen muss. Im November erkrankt er an einer Hirnhautentzündung.

1834

Büchner gründet in Gießen und Darmstadt  die „Gesellschaft für Menschenrechte“ und entwirft den „Hessischen Landboten“. Sein Freund Minnigerode wird mit 158 gedruckten Exemplaren des Flugblattes verhaftet. Büchner selbst findet daheim seinen Schrank versiegelt und seine Papiere durchsucht. Er reist nach Offenbach und Frankfurt, um seine Freunde zu warnen, kann aber die Verhaftung zahlreicher Mitglieder der „Gesellschaft für Menschenrechte“ nicht verhindern. Der Versuch, Minnigerode aus dem Gefängnis zubefreien, scheitert.

1835

Am Anfang des Jahres wird Büchner von Untersuchungsrichtern in Offenbach verhört. Kurz vor einer zweiten gerichtlichen Vorladung flieht Büchner im März über die französische Grenze nach Straßburg.Wenige Tage später wird gegen ihn ein Steckbrief erlassen. Trotz ständiger Bedrohung betreibt Büchner naturwissenschaftliche Studien und ist auch literarisch tätig. Das Drama „Dantons Tod“ und die Novelle „Lenz“ erscheinen noch im selben Jahr.

1836

Für das Preisausschreiben des Cotta-Verlages schickt Büchner die Komödie „Leonce und Lena“ nach Deutschland. Auf Grund der Untersuchung „Über das Nervensystem der Fische“ wird Büchner der Doktortitel in Zürich verliehen. Nach bestandener Probevorlesung „Über Schädelnerven“erhält er die Befähigung, an der Züricher Universität als Privatdozent zu lehren. Im September beginnt Büchner, am „Woyzeck“ zuarbeiten. Bei seinem Tod steht das Schauspiel kurz vor dem Abschluss.

1837

Büchner erkrankt am 02. Februar, mit nur 23 Jahren, schwer an Typhus, möglicherweise hatte er sich bei der Arbeit an seinen Präparaten infiziert. Georg Büchner stirbt am 19. Februar im Beisein seiner Braut Wilhelmine Jaeglé. Er wurde auf dem Stadtzüricher Friedhof „Krautgarten“ auf dem Zeltberg beerdigt. Einige hundert Personen, darunter die Universitätskollegen und die Züricher Bürgermeister, gaben ihm das letzte Geleit. Nach der Einebnung des Friedhofes bettet man 1875 die sterblichen Überreste auf den Germaniahügel am Zürichberg um.


Werke Büchners 

·  Der Hessische Landbote, 1834 –zusammen mit Friedrich Ludwig Weidig (Flugschrift)

·  Dantons Tod, 1835 (Drama)

·  Lenz, 1835 (Erzählung)

·  Leonce und Lena, 1836 (Lustspiel)

·  Woyzeck, 1837 (Dramenfragment)